GRK2530-KurzportraitsHerzlich Willkommen im Team, Arne Malzahn!
8. Dezember 2025, von GRK 2530

Foto: UHH/GRK2530/Latos
Wir freuen uns, dass Arne Malzahn als „Principal Investigator“ das Team des GRK2530 verstärkt. Um ihn kurz vorzustellen, haben wir ihm drei Fragen gestellt.
1. Worum geht es hauptsächlich in deiner Forschung und welche übergeordneten Themen, Fragestellungen oder Ziele stehen dabei im Fokus?
Im GRK2530 beschäftigt sich meine Forschung derzeit mit der aquatischen Seite des Elbeästuars. Besonders interessiert mich, wie planktische Tiere – also frei im Wasser treibende tierische Organismen – in der Elbe auf Umweltveränderungen reagieren und wie sich diese Reaktionen beispielsweise auf Wachstum und Fortpflanzung auswirken. Dabei stellen sich Fragen wie: Gibt es Tiergruppen, die besser mit Erwärmung umgehen können als andere? Wie wirkt sich das auf Nahrungsnetze aus? Führen Verschiebungen im Artgefüge zu Veränderungen im Kohlenstoffkreislauf der Elbe? Am Ende hoffe ich, einen kleinen Teil zum Mosaik der Funktion der Unterelbe beitragen zu können.
2. Was hat dich dazu bewegt, dich für dieses Forschungsfeld zu entscheiden? Was fasziniert dich daran und was siehst du als die größte Herausforderung?
Ich habe mich schon immer für Nahrungsnetzinteraktionen interessiert. Eigentlich komme ich von der Fischseite, habe aber früh festgestellt, dass gerade kleine Planktonkrebse eine große Rolle als Nahrung für Fische spielen und daher auch für „Fischköppe“ wie mich besonders spannend sind. Unter welchen Bedingungen gibt es viele planktische Krebse – also wie viel Fischfutter steht zur Verfügung und warum? Wie unterscheidet sich die biochemische Zusammensetzung dieser Krebse unter sich verändernden Umweltbedingungen – sprich: Wie verändert sich die Qualität des Fischfutters und aus welchen Gründen? Die großen Herausforderungen hierbei sind zum einen die Dynamik aquatischer Systeme – insbesondere in Fließgewässern wie der Elbe, in denen sich die Bedingungen in sehr kurzen Zeiträumen stark ändern können – und zum anderen die Größe dieser Systeme. Schaue ich eigentlich zum richtigen Zeitpunkt nach? Sind die Organismen, die ich untersuche und ihr Futter eigentlich gerade am gleichen Ort oder treiben sich die Fische gerade woanders rum? Wie kann ich aus kleinskaligen Untersuchungen auf das große Ganze schließen?
3. Was sind deine Erwartungen an die Zusammenarbeit im Graduiertenkolleg 2530 und gibt es etwas, worauf du dich dabei besonders freust?
Das Graduiertenkolleg gibt mir die Möglichkeit, eng mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen Forschungsfeldern zusammenzuarbeiten und mich durch andere Gedankenansätze inspirieren zu lassen. Weiterhin ist die Interaktion mit vielen Doktorand:innen eine spannende Möglichkeit, wissenschaftliche Entwicklungsprozesse zu beobachten und zu sehen, wie junge Menschen über sich hinauswachsen.
Über die GRK2530-Kurzportraits
Am 1. April 2025 ist die zweite viereinhalbjährige Förderphase des GRK2530 gestartet und mit ihr dürfen wir neue und bereits vertraute Gesichter in neuen Rollen begrüßen. Zu diesem Anlass haben wir unsere GRK2530-Portraitreihe ins Leben gerufen, in der wir regelmäßig neue Teammitglieder vorstellen.

