Kohlenstoffeinträge und –speicherung in Wattböden (KlimaWatt) und Identifizierung, Erhalt und Förderung des natürlichen Potenzials zur Kohlenstoff-Speicherkapazität von Salzwiesen im Natinalpark Hamburgisches Wattenmeer (KlimaSalzwiese)
Im Handlungsfeld „Meere und Küsten“ des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) sollen die so genannten ‚Blue Carbon‘ Ökosysteme geschützt, ihre Nutzung naturverträglich gestaltet und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingten Veränderungen gestärkt werden. Gleichzeitig gilt es, den Natur- und Küstenschutz miteinander zu verbinden und mögliche Synergien zwischen beiden Bereichen zu fördern.
Um Wissenslücken zur Klimaanpassungsfähigkeit im Schleswig-Holsteinischen und Hamburgischen Wattenmeer zu schließen und das Management von Küstenfeuchtgebieten hinsichtlich der Kohlenstoff-Festlegung zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen, ist die Ermittlung von Grundlagen erforderlich. Innerhalb der Projekte EKOWA (Schleswig-Holstein) und KlimaSalzwiese sowie KlimaWatt sollen die Salzmarschen hinsichtlich ihrer Potenziale zur Kohlenstoff-Festlegung untersucht werden. Dazu werden entlang der Nordseeküste Bodenproben entnommen, in denen der Kohlenstoffgehalt bestimmt wird. Außerdem fließen Langzeitdaten zur Sedimentation und Erosion aus dem Monitoring der Nationalparke Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Hamburgisches Wattenmeer, sogenannte Surface Elevation Tables (SET), in die Untersuchungen ein. Mithilfe dieser Daten lassen sich Akkretionsraten für die Salzmarschen der Nordseeküste bestimmen. Zusammen mit den ermittelten Kohlenstoffgehalten können daraus die Kohlenstoff-Festlegungsraten berechnet werden. Wo keine SET-Daten vorliegen, werden ergänzend Bodenkerne datiert. Für ein vertieftes Verständnis darüber, in welchem Umfang diese Ökosysteme zum natürlichen Klimaschutz beitragen, werden die Bodenanalysen stellenweise durch Treibhausgasmessungen ergänzt.


- Duration: 1/2025 - 3/2030
- Project lead: Prof. Dr. Kai Jensen
- Sponsor: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit