Teilprojekt 4.1: Schnelle adaptive Veränderungen artspezifischer Merkmale von Insekten-Spinnen-Gemeinschaften
Hauptforschende: Mariella Herberstein (LIB) und Jochen Fründ
Doktorand: Valeria Arabesky
Dieses Promotionsprojekt ist Teil eines Forschungskonsortiums mit insgesamt sechs Teilprojekten. Zentral für alle Projekte ist ein datenwissenschaftlicher Ansatz zur Verarbeitung und Analyse großer und komplexer Datenmengen. In diesem Teilprojekt wollen wir verstehen, wie sich morphologische und physiologische Merkmale von Arthropoden unter dem Einfluss des Klimawandels verändern. Wir werden insbesondere biologische Sammlungen (aus Museen und Biodiversitätsdatenbanken) nutzen, um vergangene und gegenwärtige Gemeinschaften zu vergleichen. Dies wird mit räumlichen und zeitlichen Vergleichen zwischen verschiedenen Regionen Deutschlands kombiniert, um zu bewerten, wie der globale Wandel Veränderungen in artspezifischen morphologischen (z. B. Größe, Oberfläche, Farbe) und physiologischen (z. B. thermische Toleranz, kritische Temperaturgrenzen) Merkmalen relevanter Arten der folgenden taxonomischen Gruppen mit relativ guter Datenverfügbarkeit bewirkt: Stechimmen (Aculeata), Spinnen (Araneae), Schmetterlinge (Lepidoptera), Libellen (Odonata) und Heuschrecken (Orthoptera).
Die Messung von Merkmalen anhand hochauflösender Bilder wird in enger Zusammenarbeit mit anderen Teilprojekten des RAC entwickelt und erforscht den Einsatz von KI zur Bildanalyse. Dieses Teilprojekt wird in enger Abstimmung mit dem Teilprojekt „Schnelle adaptive Veränderungen in Insekten-Spinnen-Gemeinschaften“ durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts beschreiben phänotypische Veränderungen, die in den letzten 50–80 Jahren bereits stattgefunden haben, und wie diese Veränderungen die negativen Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere der globalen Erwärmung, abmildern könnten.
Foto: Mariella Herberstein