WP3: Ecological Connectivity
Im WP3: Ecological Connectivity, haben wir Individuen der fünf Vogelarten gefangen, die im Mittelpunkt des TRICMA²-Projekts stehen: Ringelgänse (Branta bernicla), Nonnengänse (Branta leucopsis), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta), Brandgänse (Tadorna tadorna) und Große Brachvögel (Numenius arquata). Die jeweiligen Tiere wurden mit solarbetriebenen GPS-Datenloggern ausgestattet, wodurch die Erfassung hochauflösender räumlich-zeitlicher Tracking-Daten ermöglicht wurde. Diese Daten wurden verwednet, um Forschungsfragen zur Auswahl und Konnektivität verschiedener Lebensräume im Wattenmeer auf mehreren räumlichen Skalen (Flugwegskala, Landschaftsskala, Patch-Skala) beantworten. Bezüglich der Habitatnutzung von Nonnengänsen auf Landschaftsebene in der Küstenzone des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres, deuten erste Ergebnisse darauf hin, dass die Gänse Salzwiesenhabitate gegenüber offenen Wasser-/Wattgebieten und dem Küstenhinterland bevorzugen. Zusätzlich zeigte die Kombination der Tracking-Daten mit hochpräzisen georäumlichen Verktordaten, die im Rahmen des Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP) erhoben wurden, dass Nonnengänse in Salzwiesenlebensräume vor allem intensiv beweidete Flächen gegenüber unbeweideten oder extensiv beweideten Flächen nutzen. Bevorzugte Salzwiesengebiete sind die untere Marsch und die Pionierzone sowie Salzwiesensysteme mit frischen Grasflächen. Neben diesen Lebensraumanalysen, die in den kommenden Monaten ausgeweitet werden sollen, wurden Kotproben aller fünf Vogelarten gesammelt, um die Belastung der Vögel mit Mikroplastik und anderen Schadstoffen zu untersuchen.
Teilnehmende Forscher*innen
Dr. rer. nat. Philipp Schwemmer, CAU Kiel
Filiz Kück, CAU Kiel