Installation at Cappel-Neufeld
19. August 2025, von Website Team Biologie

Foto: UHH/Bruhy
Im WP2: Ecological Networks, nutzen die Forschenden Feldkontraste und experimentelle Einrichtungen, um die Auswirkungen von Veränderungen der biologischen Vielfalt auf die Struktur und die Interaktionsstärke ökologischer Netzwerke in Salzwiesen zu analysieren. Diese ökologischen Netzwerke bestehen aus komplexen Interaktionen zwischen Pflanzen, mikrobiellen Gemeinschaften und Benthos/Bodenfauna. Im WP3: Ecological Connectivity sowie WP4: Ecosystem Functioning wird das Verhalten dieser Netzwerke unter verschiedenen Szenarien in Bezug auf Temperatur, Überflutung, Schadstoffe oder Kombinationen davon untersucht.
Um den ökologischen Druck des Biodiversitätsverlusts anzugehen, bewerten die Forschenden zwei wichtige Faktoren, die dazu beitragen: biotische Konkurrenz und Landmanagement. In allen drei Ländern entlang der Wattenmeerküste (Niederlande, Deutschland und Dänemark) wurden Feldkontraste angelegt, um die Unterschiede zwischen Vegetationsflächen zu untersuchen, die von einheimischen (Salicornia europaea agg.) und nicht einheimischen Spartina anglica-Pflanzenarten dominiert werden. Die Forscher betrachten auch einen Gradienten des Artenreichtums, der sich in beweideten (durch Vieh) und nicht beweideten Flächen widerspiegelt. Die ersten Kontrastflächen wurden in Cappel-Neufeld (in der Nähe von Cuxhaven) angelegt und werden regelmäßig besucht, um Boden-, Vegetations- und Makrofaunaproben zu nehmen und biophysikalische und biogeochemische Prozesse wie Akkumulation, Treibhausgaszyklus und Schadstoffrückhalt zu messen.