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Stinzenpflanzen in Norddeutschland
Hans-Helmut Poppendieck
Die sogenannten Stinzenpflanzen bilden einen Sonderfall unter den gebietsfremden eingebürgerten Pflanzenarten. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe von alteingeführten Zierpflanzen, die sich in alten Gutsparks, Friedhöfen, Stadtwällen usw. verwildert haben und von dort teilweise über mehrere Jahrhunderte hinweg kontinuierlich nachgewiesen wurden. Die Beschäftigung mit Stinzenpflanzen erfordert die Verbindung von Ökologie, Gartendenkmalpflege und Naturschutz. Im Vortrag sollen folgende Punkte kurz angesprochen werden:
  • Wie lassen sich Stinzenpflanzen biologisch und pflanzengeographisch charakterisieren?
  • Welche Lebensräume werden bevorzugt besiedelt?
  • Wie lassen sich Ansiedlungen von Stinzenpflanzen dokumentieren?
  • Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen Stinzenpflanzen und den Zeigerpflanzen für historische alte Wälder?
  • Welche Rolle spielen "heimatlose", aus Kultursorten hervorgegangene Sippen?
  • Welche heute invasiven Arten sind aus Stinzenpflanzen hervorgegangen?
Abschließend soll dargelegt werden, welche Bedeutung der gärtnerische Einfluß auf die Gestaltung, Artenzusammensetzung und biologische Vielfalt der heutigen Kulturlandschaft hat.
1. Poppendieck, H.-H.: Historische Zierpflanzen in schleswig-holsteinischen Gärten und Parkanlagen, S. 60-74. Stinzenpflanzen in Schleswig-Holstein und Hamburg, S. 676-681. -In: v. Buttlar, A., Meyer, M.M. (Hrsg.): Historische Gärten in Schleswig-Holstein. 747 S. Heide 1996.

2. Poppendieck, H.-H.: Stinzenpflanzen in schleswig-holsteinischen Parks und Gärten. - Schleswig-Holstein Spezial 1+2/99: 62-63. 1999.