Hirschbrunft-Exkursion in den Duvenstedter Brook am 28.09.2000

Um 18.00 trafen sich die 3 fahrradfahrenden Exkursionsteilnehmer am Infohaus des Nabu, während die 2 Autofahrer erst eine Viertelstunde später vom Bahnhof Ohlstedt kamen, um eventuelle Nachzügler einzusammeln. Wetterfrösche hatten angesagt, daß es nicht mehr nach halb sechs regnen sollte, also wurde das Naturschutzgebiet schnellstens betreten. Auf dem Weg in zu den Beobachtungsständen wurden zunächst zwei Singschwäne begutachtet, die seit einigen Jahren auch im Duvenstedter Brook brüten, und nach am Weg stehenden Knollenblätterpilzen gesucht, zwecks möglicher Beseitigung überflüssiger Studenten, Verwandten oder Bekannten. Gefundene Exemplare stellten sich dabei zur Enttäuschung des Exkursionsleiters als die kaum giftige Amanita citrina heraus. Am ersten Beobachtungspunkt ließen sich 3-4 Damhirsche nur so schlecht ausmachen, daß man sich gezwungen sah, die Exkursion fortzusetzen. Inzwischen ließen sich auch die Kraniche hören sowie mehreren Rothirsche, was auf bessere Beobachtungen hoffen ließ. Tatsächlich wurde man am oberen Beobachtungspunkt nicht enttäuscht: Ein Zwölfender hielt hier immerhin 13 Kühe zusammen und verteidigte diese gegen einen einzelnen, die Gruppe umkreisenden Vierzehn- oder Sechzehnender. Ein weiterer konkurrierender Hirsch ließ sich kurz sehen, röhrte ebenfalls lautstark, blieb aber die meiste Zeit am Waldrand. Anscheinend war es für diesmal schon ausgemacht, wer der Rangobere war, denn der Platzhirsch brachte nur das Geweih zu senken und der scheinbar größere Hirsch ging auf Abstand.

Inzwischen war es dunkel geworden, der Nebel zog auf und nachdem sich ein in unser angeregtes Gespräch einmischte traten wir den Rückweg an, während es erwartungsgemäß anfing zu regnen.

Für Puristen hier noch einmal die Exkursionsliste in Kürze:

Das wichtigste:

Rothirsch (Cervus elaphus) 3 Y Y 13X X (davon 1 Y zusammen mit allen X X beobachtet)

Damhirsch (Cervus dama) 3-4 Ex.

Reh (Capreolus capreolus) mehrere

das Federvieh:

Singschwan (Cygnus cygnus)

Kranich (Grus grus)

Waldkauz (Strix aluco)

das Krabbelzeug:

Leder-Laufkäfer (Carabus coriaceus)

Grabkäfer (Pterostichus melanarius)

Großes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)

und was sonst noch so am Wegesrand stand:

Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)

Birken-Porling (Piptoporus betulinus)

Zunderschwamm (Fomes fomentarius)

Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum)

Flaschen-Bovist (Lycoperdon perlatum)

Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)

Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina)