Lehre
Sommersemester
Wintersemester
Modul "Ökologie" im Studiengang BSc Biologie
- Vorlesung:
- Allgemeine Ökologie (Jensen, Ganzhorn, Pfeiffer, Jürgens)
- Organisation:
- 2 SWS im Sommersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Die Vorlesung bietet eine allgemeine Einführung in die Ökologie. Ein kurzes Abriss der Geschichte der Ökologie, prägende Umweltfaktoren, biotische Interaktionen, Anpassungen im Pflanzen- und im Tierreich sowie Aspekte der Evolutions- und Populationsökologie werden vorgestellt. Weiterhin beinhaltet die Vorlesung eine Einführung in Biozönosen und Ökosysteme sowie eine Übersicht über die Biome der Erde.
- Praktikum:
- Allgemeine Ökologie (Jensen, Ganzhorn, Pfeiffer, Thiel, Koppelmann, Dobler, Jürgens)
- Organisation:
- 3 SWS im Sommersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Das Praktikum besteht aus den Blöcken „Aquatische Ökologie“, „terrestrische Ökologie“, „experimentelle Pflanzenökologie“ sowie „Standortkunde und Vegetation“. Es werde grundlegende Arbeitsweisen erlernt und kleinere Experimente durchgeführt und ausgewertet.
Modul "Ökologie terrestrischer Lebensräume" im Studiengang MSc Biologie
- Praktikum und Seminar
- (Jensen, Hennig, Jürgens)
- Organisation:
- Blockveranstaltung (gerade Jahre: 5 Tage Seminar im Juni + 14 Tage Praktikum und Auswertung im August; ungerade Jahre: gesamtes Modul im dritten Drittel des Sommersemesters)
- Inhalt:
- In der interdisziplinären Lehrveranstaltung werden bodenkundliche sowie pflanzen- und tierökologische Arbeitsverfahren vertiefend vorgestellt und erlernt. Hierbei werden zwei unterschiedliche Lebensräume untersucht: In geraden Jahren werden Standortbedingungen, Vegetation und Tierwelt in Brack- und Salzwassermarschen der Nordseeküste erfasst, in ungeraden Jahren werden entsprechende Untersuchungen in Lebensräumen der Auen (an der Mittelelbe bei Lenzen) durchgeführt. Die Erweiterung der Formenkenntnisse und das Kennenlernen von Auswertungsmethoden sind weitere Inhalte der Veranstaltung.
Modul "Nutzpflanzenbiologie und angewandte Pflanzenökologie" in den Studiengängen MSc Angewandte und Molekulare Biologie der Pflanzen und MSc Biologie
- Vorlesung:
- "Grundzüge der angewandten Botanik: Angewandte Pflanzenökologie" (Jensen, Lieberei, Reisdorff)
- Organisation:
- 4 SWS an zwei Wochentagen im Sommersemester
- Inhalt:
- Die Vorlesung gliedert sich in 3 Teile: Ökophysiologie und Stress (Reisdorff), Vegetationsökologie (Jensen) und ökologische Biochemie (Lieberei).
- Der Teil "Ökophysiologie und Stress" kreist um die Frage: Was sind die wichtigsten Determinanten der Biomasseproduktion und wie bewältigen Pflanzen Stress? Die Blickwinkel auf diese Frage reichen von molekularen und organismischen Betrachtungen (z.B. "Hitze, Sonnenschein und kein Wasser – was tun, um nicht zu sterben?") über Ressourcenproblematiken (z.B. "Kartoffeln aus Ägypten – Wasserexport aus der Wüste nach Mitteleuropa?") bis zu globalen Wirkungszusammenhängen (z.B. "Atmosphärisches CO2 – stomatäre Leitfähigkeit – globale Hydrologie: trocknet Amazonien jetzt aus?").
- Der Teil "Vegetationsökologie" beschäftigt sich mit prägenden Faktoren, die die Verbreitung und Zusammensetzung der Vegetation beeinflussen. Weiterhin werden der Zusammenhang zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen und auch wesentliche Stoffkreisläufe in Ökosystemen bearbeitet. Abschließend werden Verbindungen der Vegetationsökologie zu Anwendungsfragen des Naturschutzes und der Renaturierungsökologie aufgezeigt.
- Praktikum:
- "Angewandte Pflanzenökologie" (Jensen, Reisdorff)
- Organisation:
- 4 SWS im Sommersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Praktische Einführung in die Vegetationsökologie und Ökophysiologie für Studierende des Studiengangs „Master für Angewandte und Molekulare Biologie der Pflanzen“. In exemplarischen Ökosystemen werden Grundlagen funktionaler Zusammenhänge sowie Methoden zu deren Untersuchung erarbeitet. Geländetage: Wälder, Auen, Tidemarschen, Agrar-Ökosysteme. Labortage: Anpassung an Überflutung; Lichtanpassung.
- Praktikum mit Seminar:
- "Nutzpflanzenbiologie" (Reisdorff, v. Schwartzenberg)
- Organisation:
- 5 SWS im Sommersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Das mit einem Seminar kombinierte Praktikum gleicht den gleichnamigen Veranstaltungen im Wintersemester (siehe dort). Zielgruppe sind Master-Studierende der Angewandten und Molekularen Botanik. Die biochemischen und molekularen Aspekte werden in diesem Kurs daher etwas eingehender behandelt.
- Exkursion:
- zur Ökologie und Nutzpflanzenbiologie (Reisdorff, Jensen)
- Organisation
- 5 Tage Exkursion in der Pfingstwoche
- Inhalt:
- Durch Besuche von Forschungseinrichtungen und Freiland-Experimenten wird ein Eindruck über die Bedeutung der ökologischen Forschung für den Ressourcenerhalt vermittelt. Es geht dabei um naturnahe Ökosysteme und deren Service-Funktionen ebenso wie um nachhaltige Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft, um den Erhalt der Vielfalt biologischer Ressourcen für die Ernährung (Nutzpflanzen) wie um den Erhalt funktionaler Diversität in Zeiten des Klimawandels.
Modul "Methoden der Ökosystemanalyse" in den Studiengängen MSc Angewandte und Molekulare Biologie der Pflanzen und MSc Biologie
- Praktikum mit Seminar:
- "Methoden der Ökosystemanalyse" (Reisdorff, Jensen)
- Organisation:
- 6 SWS im Sommersemester; 2 x 5-Tage-Block in der vorlesungsfreien Zeit;
Vorlesung „Grundzüge der angewandten Botanik: Angewandte Pflanzenökologie“ (Jensen, Lieberei, Reisdorff) semesterbegleitend
- Inhalt:
- Mit apparativen Techniken werden Stoffflüsse und physiologische Zustandsgrößenanalysiert. Wir erarbeiten uns Kenntnisse, die am Ende des Praktikums jeden Teilnehmer in die Lage versetzen, Methoden zur Messung von Photosynthese, Transpiration, Blattleitfähigkeit, Xylemfluss, Bodenwasser, Nettoprimärproduktion, Evapotranspiration,… nicht nur anzuwenden, sondern angemessen kritisch zu bewerten.
Modul "Pflanzenphysiologie und Schulversuche" in den Biologie-Lehramts-Studiengängen
- Praktikum mit Seminar:
- "Pflanzenphysiologie und Schulversuche" (Reisdorff, v. Schwartzenberg, Warnecke)
- Organisation:
- 5 SWS im Winter- und Sommersemester; semsterbegleitend
- Inhalt:
- Das Praktikum widmet sich einem Erkenntnisweg, der im Biologieunterricht durchaus stärker vertreten sein könnte: dem Experiment. Anhand von vergleichsweise wenig aufwendigen Versuchen tasten wir uns an fundamentale biologische Phänomene heran. Das Ziel ist nicht, den Studierenden gebrauchsfertige Experiment-Anleitungen an die Hand zu geben, sondern den Erkenntnisweg des Experiments aufmerksam zu beschreiten, die Erfahrbarkeit biologischer Phänomene zu erleben und sich die Regeln für ein gelungenes Experiment anzueignen. Als Begleiteffekt werden physiologische Kenntnisse vertieft und gefestigt.
Modul "Nutzpflanzenbiologie" in den Biologie-Lehramts-Masterstudiengängen (Reisdorff)
- Vorlesung:
- "Nutzpflanzenbiologie"
- Organisation:
- 1 SWS im Wintersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Die Vorlesung begleitet das gleichnamige Praktikum. Wir sehen durch eine botanische Brille auf Dinge des täglichen Lebens. Die Vorlesung führt dabei durch die Stammesgeschichte der Angiospermen und gibt Einblicke in die Herkunft und Morphologie wichtiger Nutzpflanzen und mancher Monstrositäten wie z.B. bei Blumenkohl oder Zuckerrübe. Die pflanzliche Herkunft viel genutzter Lebensmittelzusatzstoffe und die Omnipräsenz mancher technisch genutzter Pflanzenprodukte werden ebenso thematisiert wie Pflanzen, die die Welt ernähren. Auch speziellere Fragen werden angerissen, etwa nach welchen Kriterien bewertet werden kann, welche pflanzlichen Lebensmittel für eine vegetarische oder Fleisch-reduzierte Kost besonders geeignet sind; oder wie man dem grassierenden Vitamin-A-Mangel in Entwicklungsländern begegnen möchte.
- Praktikum:
- "Nutzpflanzenbiologie"
- Organisation:
- 4 SWS im Wintersemester semesterbegleitend
- Inhalt:
- Das Praktikum schließt sich an die gleichnamige Vorlesung an. Die Morphogenese genutzter Pflanzenteile wird mittels mikroskopischer und makroskopischer Studien v.a. an Blüten und Früchten, Sprossen, Wurzeln, Rüben und Knollen untersucht. Wenig aufwendige Versuche, die auch in Schulen durchführbar sind (das Praktikum richtet sich v.a. an Lehramts-Studierende in der Master-Stufe), sollen physikochemische Eigenschaften von qualitätsbestimmenden Inhaltsstoffen begreifbar machen.
Modul "Methoden der Freilandökologie" im Studiengang BSc Biologie (Jensen, Hennig)
- Praktikum:
- 5 Tage in der vorlesungsfreien Zeit in Pevestorf
- Organisation:
- 6 cp im Wintersemester; Seminar eintägig am Ende des Wintersemesters
- Inhalt:
- Grundlegende Methoden der Freilandökologie werden vermittelt. Dabei werden in der Pflanzenökologie die Erfassung von Standortparametern, die Bestimmung von Arten-Areal-Beziehungen, die Durchführung von Vegetationsanalysen entlang standörtlicher Gradienten sowie die Analyse von Populationsstrukturen erlernt. In der Tierökologie werden Arten-Areal-Beziehungen sowie Fang-/Wiederfang-Methoden und akustische Verhörmethoden erlernt.
Modul "Keimungs- und Ausbreitungsökologie" im Studiengang MSc Biologie (Jensen)
- Praktikum
- Organisation:
- 6 cp im Wintersemester; semesterbegleitend
- Inhalt:
- In dem Praktikum steht die selbständige Durchführung von keimungs- und ausbreitungsökologischen Experimenten im Vordergrund. Hier werden Samenbanken von Pflanzenbeständen erfasst, Auswirkungen von Überstauung und Salinität auf Keimung und Etablierung von Pflanzen untersucht oder Auswirkungen von Temperatur- und Lichtbedingungen auf Dormanz und Keimung analysiert. In dem Seminar erarbeiten die Studierenden anhand aktueller Fachliteratur spezifische Themen der Keimungs- und Ausbreitungsökologie.
Modul "Pflanzliche Anpassungsmechanismen" im Studiengang BSc Biologie (Jensen, Reisdorff)
- Praktikum mit Seminar
- Organisation:
- Praktikum mit Seminar 6 SWS im Wintersemester; 10-Tage-Block in der vorlesungsfreien Zeit
- Inhalt:
- Einerseits sind Pflanzen sich ändernden Umweltbedingungen nicht wehrlos ausgeliefert – sie reagieren mitunter recht drastisch –, andererseits gibt es klare Grenzen der Anpassungsmöglichkeiten. Nach den theoretischen Einführungen zu diesem Themenkreis im morgendlichen Seminar werden im Praktikum verschiedene analytische Methoden bei der Untersuchung pflanzlicher Anpassungsmechanismen angewandt: Gaswechselmessungen, Morphometrie, Chl-Bestimmung (Lichtanpassung), Sauerstoff-polarographische Messung der Atmung (Temperaturanpassung), Enzymatik (Anpassungen an Anoxie), Keimungsökologie (Anpassungen an Licht und Temperaturregime) Ausbreitungsökologie (Anpassungen an anemochore und/oder hydrochore Ausbreitung).