Mariendistel

HabitusDie bis zu 150cm große Pflanze erkennt man an ihren marmorierten Blättern, die dornig gezähnt sind. Die Korbblütenstände sind purpurrot gefärbt und kugelförmig. In den Blütenständen entwickeln sich samenartige Früchte.

VorkommenAls Standort werden Ruderalstandorte wie Schuttplätze, Wegränder, Viehweiden über meist trockenen, steinigen Böden bevorzugt. Die Art ist vor allem zirkummediteran verbreitet, sie kommt aber auch in Südwestasien, auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira vor. In Mitteleuropa ist sie mancherorts eingebürgert.

HerkunftSüdeuropa, Südrussland

AnbaugebieteWarme, trockene Plätze mit ausreichendem Sonnenschein

Art des AnbausFür medizinische Zwecke in großen Feldern mit maschineller Ernte

VerwendungDie Samen und auch die Blätter werden medizinisch genutzt. Nach dem Trocknen der Samen werden diese von der pharmazeutischen Industrie zu verschiedenen Präparaten weiter verarbeitet. Man setzt sie zur Behandlung von Gallen- und Leberleiden ein. Die Samen der Mariendistel sind das einzige Pflanzenpräparat, welches Leberzellen erneuern kann. Der Hauptwirkstoff ist das Flavonoid Silymarin. Außerdem noch Silybin, Bitterstoffe, biogene Amine, Gerbstoffe, ätherische Öle und Harze.

HauptproduzentenÖsterreich (Waldviertel), Deutschland (Baden-Württemberg), Ungarn, Argentinien, Venezuela und China.

Ökonomische BedeutungIn der evidenzbasierten Medizin werden Lebervergiftungen damit behandelt und damit die Lebererneuerung und Heilung gefördert. Erfolge zeigen sich auch in der Haut- und Prostataprävention. Zunehmend wird es in der Tierfütterung eingesetzt, um Leberschäden bei Nutzvieh vorzubeugen.


Autor: Loki Schmidt Haus

Foto: Sabine Drewes